Aufführungen Konzept Mitwirkende Repertoire Die CD Presse Fotos Termine Downloads Besucher
Startseite Aufführungen 1991 Presse

Aufführungen


2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 1993 1991

Programm Mitwirkende Presse

Impressum Kontakt Links letzte Änderung

"Let it be" und "Moonlight Shadow"

Rheinische Post, Sommer 1991

Festivalstimmung beim Open-Air-Konzert der Musikschule

HILDEN. Das glanzvolle Finale ließ die drohenden Regenwolken am Abendhimmel vergessen. " Festivalstimmung herrschte beim Open-Air Konzert, mitdem sich die Muslkschule Hilden aus Anlaß ihres 20jährigen Bestehens selbst das schönste "Geburtstagsgeschenk" bescherte. An den rund um besetzten Tischen im idyllischen Stadtpark erlebten die zahlreichen Geburtstagsgäste bei Bier und Bratwurst Beat und Blues vom Feinsten.

Zum vielumjubelten Höhepunkt geriet ein ehrgeiziges Projekt, das in der deutschen Musikschullandschaft wohl als Rarität anzusehen ist: Zusammenspiel zwischen Sinfonieorchester und Rockband. Zum ,,Architekten" dieses musikalischen Brückenschlages empfahl sich der junge Kompositeur Johannes Strzyzewski (34), Lehrer an der Musikschule Hilden (Rock-Pop- und Jazzbereich) Arrangeur und Gitarrist in einer Person.

Eigens für diesen Geburtstagsabend arrangierte er die beiden Superhits "Let it be" (The Beatles) und "Moonlight Shadow" (Mike Oldfield) zu einer sinfonisch abgestimmten Rockversion. Er dirigierte gleichzeitig das Sinfonieorchster der Musikschule mit seinen 34 Instrumentalisten, darunter auch Schulleiter Karl Hentschel (Oboe), und die Rock-Combo mit der einfühlsamen Titelsängerin Hannelore Ledig (Gelsenkirchen) und dem Gastgitarristen Roman Plötzer.

Zwar keine ganz neue Idee: Schon in den 70er Jahren experimentierten "Deep Purpie" und "Emerson, Lake & Palmer" gemeinsam mit dem Royal Philharmonie Orchestra London. Ob ein solcher Versuch ästhetisch oder musik-historisch sinnvoll ist, läßt sich aber aus pädagogischer Sicht zweifellos bejahen. Schulleiter Hentschel: "Wir treffen damit auf jeden Fall die musikalischen Interessen unserer Schüler, auch wenn sie eine klassische Ausbildung genießen."

Kein Wunder, daß alle Mitwirkenden mit Feuereifer bei der Sache waren, auch wenn die technischen Möglichkeiten zum Leidwesen von Johannes Strzyzewski begrenzt waren. Und der zu erwartende voluminöse Gesamtklang franste im Freien natürlich aus. Aber der Beifall, der auch der Sängerin galt, verriet: "Es war toll!".

Mit Blues und Bossa Nova, Swing und Jazzrock hatte die "Hubertus Nogatz Combo" das "Geburtstagskonzert" eröffnet. Viel Beüall für Ulf Stricker (Schlagzeug), Bernd Grabowski (Flöte), Holger Schmidt (Gitarre), Bandleader und Musiklehrer Hubertus Nogatz (Baß), Lutz Hulka (Posaune), Sandro Birkheuer (Piano) und Oliver Kurz (Saxophon). Die Rockgruppe "King Lui" - sie spielte später gemeinsam mit dem Sinfonieorchester - beeindruckte durch eine melodiös-sturkturierten Rock, wobei auf zuhämmerndes "Dröhnen" wohltuend verzichtet wurde. Unter den Bearbeitungen (Johannes Strzyzewski): Die "Invention in F-Dur" von J.S. Bach. Es spielten Johannes Strzyzewski (Gitarre), Tillmann Santarius (Baß), Gregor Kuboth (Keyboard), Christian Teekook (Schlagzeug) und als Gastsänger Markus Schönhoff. Mit einem geschickt gemixten Programm aus dem Jazzbereich stellten die Musikschullehrer ihr Können beim "Dozentenkonzert" unter Beweis: Mickey Neher, Steffen Kamper, Lutz Boddenberg, Rainer Müller-Dallmeyer und Johannes Strzyzewski. Den musikalischen "Kehraus" spielte das Blasorchester unter Leitung von Thomas Volkenstein. JO BRETISCHNEIDER

Ausgefallene Kombination