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Zwölf Minuten stehende Ovationen

Zwölf Minuten stehende Ovationen

Riesiger Publikumsandrang bei der "6. Night of the Proms" der Nordhorner Musikschule

Eine lange Schlange von Besuchern bildete sich am Samstagabend vor dem Veranstaltungssaal des Nordhorner "Kulturzentrums Alte Weberei": Zwar war die von den GN mitveranstaltete "6. Night of the Proms" schon lange restlos ausverkauft, dennoch versuchten viele Menschen am Vormittag und auch noch an der Abendkasse Karten zu ergattern.

Nordhorn/gn – Schnell wurden noch Klappstühle und andere Sitzgelegenheiten für die über 600 Besucher heran geschafft. Mit 160 Quadratmeter erstellte die "Alte Weberei" extra für dieses Großereignis die wohl größte Bühne der Region.

Die Spannung und Erwartung an das Konzert stieg beim Anblick des Andrangs und des höchst imposanten Bühnenaufbaus. Punkt 20 Uhr betrat der Moderator, Christian Oesterwind, der durch das Programm führte, die Bühne. Mit dem Opener „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauß entfaltete sich direkt ein beeindruckend volles Klangbild. Ein mit 90 Musikern traumhaft besetztes Sinfonieorchester, dazu die Band, Solisten, ein Chor und weitere 20 Mitwirkende im Saal und hinter der Bühne zauberten, musizierten und überraschten das Publikum Stück für Stück und Takt für Takt mit raffinierten Arrangements, beeindruckenden Darbietungen und einem voluminösen Sound.

Hier ein Stück von Antonio Vivaldi, dann der Poptitel „Aicha“, gesungen von Kristin Sandfort in Begleitung des Sinfonieorchesters und danach „This Love“, im Original von der Popgruppe Maroon 5, gesungen von, Rolf Effner, dem Leadsänger der Gruppe Rockstuff und arrangiert für Sinfonieorchester und Band. Für das anschließende Stück „Unisono“, dass der Musikschullehrer Ivo Weijmans komponiert hat, musste die Bühne innerhalb von wenigen Minuten für die Gruppe ConneXion, ein Ensemble der Musikschulen Dinkelland und Nordhorn, umgebaut werden. Der Umbau klappte stets reibungslos und wurde von dem Moderator gekonnt und oft mit Witz für interessante Informationen zum Stück und den damit verbundenen Personen genutzt.

Mit dem letzten Stück vor der Pause - einem speziellen Arrangement von „Also sprach Zarathustra“ für Orchester, Band und Feuerwerk – stieg die Begeisterung des Publikums weiter an. Auf der Vorbühne zeigten Tänzer der Tanzschule Jobmann eine speziell für dieses Stück einstudierte Choreographie, auf der Hauptbühne stand das Orchester, dahinter auf einer etwas erhöhten Hinterbühne die Band, bestehend aus Lehrern der Musikschule, dazu wurden die Akzente des Stückes mit Feuerflammen und Blitzen optisch in Szene gesetzt und der Teufelsgeiger Mani Neumann, bekannt aus Funk und Fernsehen, lieferte sich mit dem Nordhorner Musikschulleiter, Johannes Strzyzewski ein heißes Fingerfertigkeitsduell. Der Saal kochte und die anschließende Pause wurde nicht nur genutzt um die Gemüter wieder etwas abzukühlen, sondern auch den Saal. So konnte sich die von Explosionen und Feuerfontänen gezeichnete Raumluft langsam wieder erholen.

Nach der Pause brachte das Perkussionensemble mit einer sehr humorvollen Darbietung das Publikum zum lachen. Als „Trinker“ verkleidet, führten sie auf ihren – in Tönen gestimmten – Flaschen das Stück „Message On A Bottle“ von Ivo Weijmans auf. Die Titelmusik des Filmepos „Herr der Ringe“ brachte für 5 Minuten die Mystik der Geschichte und des gleichnamigen Films nach Nordhorn. „Don’t Let The Sun Go Down On Me“ begeisterte das Publikum mit Klassik-Rock feinster Machart, bei dem auch noch ein Chor, bestehend aus Lehrern der Musikschule, zu hören war.

Bevor nun Mani Neumann und Ulli Brand, die beiden Musiker mit dem „Orchestro-Grande“ der Musikschule musizierte, legten sie erst mal drei Titel der Gruppe zu zweit aufs Parkett. Denn Mani, der mit seiner Gruppe Farfarello in den 80er Jahren zu den meist gespielten Bands im Deutschen Fernsehen zählte, fegte tatsächlich über das Parket und spielte so wild bis die Haare seines Geigenbogens in Fetzen flogen. Das Publikum ging mit. Klatschend, tobend, lachend. Dann folgte das Musikstück mit dem Namen „Puls 114“, das Michael Gantke, Lehrer an der Musikschule und Leiter der Sinfonieorchester in Nordhorn und Steinfurt, mit MusikerInnen der beiden Musikschulen in monatelanger Arbeit zuvor einstudiert hatte.

Zum Abschluss bezog das „Mega-Ensemble“ mit einer Version von „We Will Rock You“ die ganze Halle als aktive Musiker mit ein. Genau wie bei der Originalversion von Queen, stampften beinahe 800 Menschen den Rhythmus zu dem Rockklassiker mit. Am Ende harrten die Mitwirkenden zwölf geschlagene Minuten auf der Bühne aus. Diesmal ohne auch nur einen Ton zu spielen. Denn so lange gab es stehende Ovationen für ein Ereignis, das sowohl Musiker, Sänger, Tänzer, Techniker, Veranstalter wie auch die vielen begeisterten Zuhörer wahrscheinlich so schnell nicht vergessen werden.

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