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Konzert ist in Europa ohne Beispiel

Grafschafter Nachrichten vom 21.11.2005

Musikschule Nordhorn setzt mit 150 Musikern Akzente in der ausverkauften Alten Weberei VON DAGMAR THIEL

Wie begehrt die Karten für die 7. Sinfonic Rock Night waren, zeigte noch am Tag des Konzerts eine Kleinanzeige in den GN: "Eintrittskarten dringend gesucht" inserierten Interessenten für die seit Wochen ausverkaufte Aufführung. 650 Gästen bescherte die Musikschule Nordhorn am Sonnabend in der Alten Weberei dann auch ein zweieinhalbstündiges Konzert der Extraklasse.

Nordhorn – Spätestens der "Bongo Song" brachte das Publikum kurz vor der Pause so richtig in Stimmung. "Schlagartig" heißt das Percussion-Ensemble, in dem der erst neunjährige Leonard Schumacher mit zwei weiteren Bongospielern den Rhythmus vorgab. Viele gute Einzelleistungen wie diese fügten sich zu einem überaus gelungenen Konzert, an dem 150 junge Musiker und Sänger beteiligt waren. Das Geheimnis des Abends: die Auswahl der zwölf Stücke von Schubert und Händel über Toto, Lindenberg und Queen bis zu deutschem Rap und Dancefloor-Trommelrhythmen. Eindrucksvoller kann man Vielseitigkeit nicht demonstrieren.

Absolut sehens- und hörenswert war, was das Blas- und Sinfonieorchester der Musikschule Nordhorn auf die 200 Quadratmeter große Bühne brachte – unterstützt vom Blasorchester "Christliche Harmonie" aus Hengelo und dem Sinfonieorchester der Musikschule Steinfurt.

Schon der Einstieg verhieß Spannung: Mit einer geheimnisvolle Ouvertüre entführten die Musiker das Publikum in die fantastische Welt des "Herrn der Ringe". Allerdings nicht mit der bekannten Filmmusik, sondern mit einer fünfsätzigen Sinfonie des holländischen Komponisten Johan de Meij - untermalt mit Filmszenen des Kino-Klassikers an der Leinwand.

Für solche originellen Arrangements gilt den Orchesterleitern Ivo Weijmans und Michael Gantke ein großes Lob. Es gelang den beiden Dirigenten, die wenigen kleinen Schnitzer schnell vergessen zu machen, weil sie ihr großes Orchester auch im Lampenfieber souverän im Griff hatten. Der Spaß am Musikmachen war Lehrern wie Schülern anzumerken. Ivo Weijmans, Initiator der Konzertreihe, war nach der siebten Aufführung voll des Lobes für sein Orchester: "Die Musiker werden jedes Jahr erfahrener, kleine Probleme werden immer kleiner", sagte er. Zusammen mit Musikschulleiter Johannes Strzyzewski haben Weijmans und Gantke das Konzert ein Jahr lang vorbereitet.

GN-Redakteur Thomas Kriegisch, der den Abend moderierte, machte im Publikum Bürgermeister Meinhard Hüsemann aus und fragte diesen spontan, wie ihm der Abend gefalle. Hüsemann: "Was die Musikschule hier grenzüberschreitend bietet, steht in Europa ohne Beispiel. Wer heute nicht hier ist, hat etwas versäumt."

Professionelle Unterstützung boten die Sänger Alexandra Hübener und Dirk Zeisler von der Krefelder Gruppe "Planet Five", die mit starken Solostimmen Akzente setzten. Intensiv vorbereitet haben sich auch die 16 bis 23 Jahre alten Sängerinnen des Jugendchors der Musikschule: Auf Einladung von Chorleiterin Olga Stikel reiste die russische Solistin Ina Krschewa extra aus St. Petersburg an und studierte den Gesang mit den Jugendlichen ein.

Wie akribisch die gesamte Sinfonic Rock Night geplant wurde, zeigt auch die Gestaltung der Bühne: Buntes Licht strahlte zehn zwei Meter hohe Wassersäulen an, in denen Luftblasen passend zum Rhythmus emporstiegen. Die Musikschule hatte diese Säulen extra für die Aufführung anfertigen lassen. GN-Redakteur Thomas Kriegisch, der den Abend moderierte, dankte auch den Sponsoren: Eine so gute Aufführung sei nur möglich, weil das Konzert von den NVB, der Sparkassenstiftung, den GN und der Alten Weberei unterstützt wird.

Perfekte Lichttechnik und Klangeffekte untermalten auch Supertramps musikalisch anspruchsvolles Stück "Fools Ouverture". In der Alten Weberei wurde es mit Meeresrauschen und dazu passenden farbigen Wasserperlen auch dramaturgisch richtig gut umgesetzt. Nicht nur nach diesem Song belohnte riesiger Applaus die Akteure.


Presse Karten nach wenigen Tagen ausverkauft