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Musikalische Reise zu den Sternen

Grafschafter Nachrichten vom 13.11.2006

Junge Künstler der Musikschule Nordhorn begeisterten bei der "8. Sinfonic Rock Night"

Einen galaktischen Abend haben 164 Musiker bei der "8. Sinfonic Rock Night" ihrem Publikum am Sonnabend in der "Alten Weberei" beschert. Die überaus gelungene musikalische Reise ins Weltall bejubelten in zwei Aufführungen rund 1150 Zuschauer.

VON DAGMAR THIEL NORDHORN – Weil die Karten für die Abendvorstellung nach wenigen Stunden ausverkauft waren, hat es in diesem Jahr zum ersten Mal ein Zusatzkonzert am Nachmittag gegeben. Von den Musikern forderte diese "Doppelbelastung" allerdings Höchstleistungen. Mit nur kurzer Pause standen sie von 16 bis 23 Uhr live auf der Bühne. Was zweifelsohne anstrengend war, geriet zugleich aber zur Feuertaufe: Wurde doch offenbar, mit wie viel Disziplin und musikalischem Können die jungen Akteure auch zwei professionelle Aufführungen meistern können.

Als der Countdown ertönte, hieß es anschnallen: Mit Phil Collins’ "In the Air Tonight" schoss auf der Leinwand eine Rakete in den Abendhimmel und nahm das Publikum mit auf eine höchst unterhaltsame Reise zu den Sternen. "Die Musikschule will einmal im Jahr zeigen, was sie kann", erklärte Moderator Thomas Kriegisch die Motivation für die "Sinfonic Rock Night", die die Musikschule Nordhorn bereits zum achten Mal veranstaltete. Mit 164 Musikern standen so viele Künstler wie noch nie im Rampenlicht. Die Schüler und Lehrer der Musikschule Nordhorn wurden unterstützt vom Sinfonieorchester der Musikschule Steinfurt, dem Nordhorner Chor "JaPoRoGo" und den Gesangssolisten Linda Kinsbergen und Mark Stouwdam aus Enschede.

"Wenn man den jungen Leuten ein Podium gibt, blüht etwas auf. Das merken wir auch heute Abend wieder", sagte Musiklehrer Ivo Weijmans während der Aufführung. Und was die Musiker auf die Bühne brachten, konnte sich wirklich sehen lassen. In 13 höchst unterschiedlichen Stücken gelang es ihnen, eine Brücke von der populären Klassik zu Klassikern der Popmusik zu schlagen. Bachs "Ave Maria" war ebenso dabei wie Falcos "Amadeus" oder Alan Parsons "Silence and I". Unterhaltsame Geschichten von Aliens fehlten dabei ebenso wenig wie ein Auftritt von Star-Wars-Bösewicht "Darth Vader".

Erwähnenswert ist das schlüssige Gesamtkonzept des Abends: Ob in Videos, Moderation oder Musik: Das Weltall war immer präsent. Die gut zweistündige Show unter dem Motto "Wir haben Kontakt" sprach alle Sinne an. Die grandiose Lichttechnik illuminierte die "Alte Weberei" mit einer wahrhaft "spacigen" Lasershow, Licht- und Nebeleffekte waren gut auf die Musikstücke abgestimmt. In David Bowies "Space Oddity" intonierte der Chor "JaPoRoGo" den Start des Space-Shuttles, der zugleich auf der Leinwand zu verfolgen war.

Das gesamte Ensemble, aber auch die Solisten bekamen viel Szenenapplaus: Falk Burmeister als rockender Amadeus in rosa-poppiger Mozart-Robe, Flötist Ansgar Preus-Focke mit emotionalem "Ave Maria", Emanuel Moss rhythmussicher am Marimbafon, Carolina Badde an der Harfe. Als himmlischer Höhepunkt überraschte Helena Klein-Neerken mit dem Robbie-Williams-Song "Angel". Mit langen Engelslocken trat die Zwölfjährige ans Mikrofon und sang mit einer Stimme, die engelsgleich hauchen, unmittelbar darauf aber auch im Fortissimo die "Alte Weberei" erbeben lassen konnte.

Schön war es, dass Moderator und GN-Redakteur Thomas Kriegisch auch die jungen Musiker in kurzen Interviews zu Wort kommen ließ. Nicht nur die Musik, sondern auch die Menschen, die sie machen, standen so im Mittelpunkt. Ob aufgeregt vor Lampenfieber oder schlagfertig-gelassen: Alle vermittelten, wie viel Spaß ihnen das gemeinsame Musizieren macht.
Großes Lob gebührt den Ensembleleitern Michael Gantke (Sinfonieorchester), Ivo Weijmans (Blasorchester und Percussion-Ensemble), Johannes Strzyzewski (Rockband) und Ilka Hoffmann (Chor). Ihnen ist es gelungen, 164 gute Einzelleistungen zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Am Schluss erhoben sich alle Zuschauer von den Stühlen und belohnten die Akteure mit minutenlangem Applaus.

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