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Streng geheim und heiß begehrt

Grafschafter Nachrichten vom 20.11.2007

Musikschule inszeniert „9. Sinfonic Rock Night" klanggewaltig als Agenten-Thriller

170 Musiker, Sänger, Tänzer und Schauspieler entführten die Zuschauer gut zwei Stunden lang in die Welt der Agenten: Auch die „9. Sinfonic Rock Night" begeisterte am Wochenende an zwei Abenden in der restlos ausverkauften Alten Weberei.

Nordhorn. Mit Sonnenbrille, Hut und Pistole im Anschlag besetzten zahlreiche Agenten am Wochenende die Alte Weberei. In James-Bond-Manier hielten sie das Publikum in Schach, während das Sinfonic-Rock-Ensemble der Musikschule Nordhorn die typische Vorspann-Musik der 007-Filme imposant erklingen ließ. Für das Konzert arrangierten Ivo Weijmans, Erik Ekkeboom und Johannes Strzyzewski Titelsongs für 30 verschiedene Instrumente neu und gaben den bekannten Melodien neue Nuancen. Den Arrangeuren ist es dabei gelungen, E- und U-Musik, Klassik und Rock/Pop, zu vereinen und klanggewaltig auf die 200 Quadratmeter große Bühne zu bringen. Heraus kam eine sehr hörenswerte Mischung aus Edvard Grieg, Bela Bartok, Paul McCartney und Mike Oldfield. GN-Redakteur Thomas Kriegisch moderierte die Show und gab viele Informationen zu den James-Bond-Filmen und -Songs.

Unterstützt wurden die Musiker von den Gesangssolisten Renée Schepers, Mark Stouwdam sowie der herausragenden Linda Kinsbergen. Alle Akteure standen ehrenamtlich auf der Bühne, ungezählte Probenstunden zum Teil bis Mitternacht gehörten in den vergangenen Monaten zum Alltag. Es ist eine überragende Leistung aller Beteiligten, ein solches Konzert jedes Jahr in dieser Qualität auf die Bühne zu bringen. Großartig, mit wie viel Enthusiasmus die Lehrer ihre Schüler für Musik begeistern können. Hier hat die Musikschule Nordhorn überregional zu Recht einen exzellenten Ruf.

Trotzdem soll nicht verschwiegen werden, dass zwei Dinge in den vergangenen Jahren besser waren: Zum einen gab es diesmal keine Kurz-Interviews mit Musikschülern über Instrumente, Proben oder Musik allgemein. Sie haben sonst kurzweilige Einblicke hinter die Kulissen erlaubt. Zum anderen war der Abend zweigeteilt: „James Bond" hieß das Thema erst nach der Pause, der erste Teil des Konzertes gehörte ganz dem Musikschul-Ensemble ConneXion unter Leitung von Ivo Weijmans. Die 40 Musiker aus Deutschland und den Niederlanden stellten eindrucksvolle Stücke vor, die sie auch auf internationalen Musikwettbewerben spielen. Mal waren sie melodie-, mal rhythmusbetont, in „Budapest Traffic" imitierten die Instrumente den quirligen Verkehr in Ungarns Hauptstadt samt Autohupen – und erinnerten ein wenig an die Musik alter schwarz-weißer Stummfilme. Wirklich schön, nur mit James Bond hatte der erste Teil wenig zu tun. Weil das Konzert aber unter „007 – streng geheim!" angekündigt wurde, wäre eine durchgängige Dramaturgie besser gewesen.

Die musikalischen Einzelleistungen waren jedoch bestechend. Großes Lob gebührt der Musikschule Nordhorn mit den musikalischen Leitern Michael Gantke (Sinfonieorchester), Ivo Weijmans (Percussion-Ensemble) und Johannes Strzyzewski (Band). Das Sinfonieorchester der Musikschule Steinfurt und der Nordhorner Chor „JaPoRoGo" unter Leitung von Ilka Hoffmann gehören mittlerweile ebenfalls zum festen Bestandteil der „Sinfonic Rock Night". Gelungen waren die neuen Ideen Tanz und Schauspiel, die den Akteuren sichtlich Spaß bereiteten. Die Tanzeinlagen studierte Monika Pacho ein, die Schauspieler betreute Simone Wrede.

Insgesamt 1300 Zuschauer sahen und hörten diesmal die „Sinfonic Rock-Night". Dennoch konnten längst nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden: Weitere 1500 Karten hätten nach Auskunft von Moderator Thomas Kriegisch problemlos verkauft werden können. Wer sich für die „10. Sinfonic Rock Night" am letzten November-Wochenende 2008 Tickets sichern will, sollte sich diesen Termin merken: Der Vorverkauf für die heiß begehrten Karten beginnt am 27. September 2008 um 9 Uhr.

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