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Fast 2000 Besucher restlos begeistert

Grafschafter Nachrichten vom 1.12.2008

Foto: Wohlrab

Für Musikcomedy sorgte das Percussionensemble

Die musikalische Gesamtleistung überzeugte bei der „10. Sinfonic Rock-Night“

„The Big Ten“ hieß das Thema am vergangenen Wochenende in der „Alten Weberei“. 170 Musiker und Sänger des „Sinfonic Rock-Ensembles“ präsentierten die „10. Sinfonic Rock-Night” dreimal und vor restlos ausverkauftem Haus.

Von Dagmar Thiel - Nordhorn. Weil die Nachfrage nach Karten jedes Jahr die Zahl der Plätze übersteigt, hatten sich die Organisatoren entschlossen, diesmal drei Konzerte zu geben. In drei Aufführungen am Freitag und Sonnabend kamen damit knapp 2000 begeisterte Zuschauer in den Genuss der „10. Sinfonic Rock-Night“.

Der Abend begann mit dem Glockengeläut des Londoner „Big Ben“, der als kunstvoll gebauter Turm mit ständig vorrückenden Zeigern markanter Blickfang auf der Bühne war. Großbritannien und die beliebtesten Songs der Grafschafter waren der thematische Rahmen des Abends. Großes Lob gebührt den 170 Akteuren auf der Bühne, die sich in unzähligen Proben auf den großen Auftritt vorbereitet hatten, sowie der Musikschule Nordhorn unter der Orchesterleitung von Michael Gantke und Ivo Weijmans. Eine solche Aufführung wäre nicht möglich ohne eine aufwendige musikalische Bearbeitung, die die höchst unterschiedlichen Stücke für ein großes Ensemble spielbar macht: Die Arrangements schrieben Ivo Weijmans, Erik Ekkelboom und Johannes Strzyzewski. Der Nordhorner Chor „JaPoRoGo“ unter neuer Leitung von Olga Kisseleva gehört ebenfalls fest zur „Sinfonic Rock-Night“. Auch Johannes Strzyzewski, bis Mitte 2008 Leiter der Musikschule und mittlerweile in Bielefeld tätig, hatte sich extra eine Woche Urlaub genommen, um bei Proben und Aufführung dabei zu sein.

Dass bei manchen jungen Musikern auch die Aufregung zu hören war, gab dem Live-Konzert eine menschliche und ganz sympathische Note. Die Gesangssolisten überzeugten ohne Ausnahme: Linda Kinsbergen, Merlin Ränsch sowie Thomas Meeuwis (Thozes) und Donovan van Waart.

Foto: Wohlrab

Mit einer exellenten Performance sorte der Sänger Thozes (kniend) in der "10. Sinfonic Rock Night" für Begeisterung im Publikum. Für seine Gesangsdarbietung in der "Bohemian Rhapsody" gab es Bravorufe und tosenden Applaus

Die zehnte Aufführung zeigte deutlich, wie sich das Konzept aus kleinen Anfängen im Jahr 1998 entwickelt hat. Fast jedes Jahr kamen weitere Elemente hinzu: Moderation, Lightshow, Spezialeffekte, Videos, Tanz oder wie in diesem Jahr Slapstick-Einlagen. In besonders guter Erinnerung bleiben aber die „Rock-Nights“ aus den Jahren 2005 und 2006, weil Musik und Show hier am konsequentesten unter einem einzigen Thema standen („Wasser“ und „Wir haben Kontakt/Weltall“). Nach zehn erfolgreichen Aufführungen sei den Musikern auch gesagt: Es gibt keinen Zwang, jedes Jahr origineller zu werden. Das Bestechende der „Sinfonic Rock-Night“ ist und bleibt die gelungene Zusammenführung von 170 Sängern und Musikern aus ganz unterschiedlichen Gruppen zu einem großen sinfonischen Rock-Ensemble.

Schön ist, dass auch Klassik nie zu kurz kommt: Eine von Erik Ekkelboom originell arrangierte Disco-Version von Beethovens Fünfter sowie der von Gerhard Buchner konzipierte „Torero-Marsch“ aus der Oper „Carmen“ ließen Rock und Klassik verschmelzen. Das zeigte einmal mehr, wie inspirierend es sein kann, mit Musik unverkrampft umzugehen.

Aus 33 Titeln hatten vor knapp einem Jahr 1000 GN-Leser drei Favoriten gewählt, die das Ensemble extra für die 10. „Rock-Night“ einstudierte, sagte GN-Redakteur Thomas Kriegisch, der den Abend moderierte. Es gewannen „Music“ von John Miles, „Bohemian Rhapsody“ von „Queen“ und „Stairway To Heaven“ von „Led Zeppelin“. Diese Titel, am Schluss des Abends gespielt, wurden die Höhepunkte der diesjährigen „Rock-Night“. Die erst 17-jährige Nordhornerin Merlin Ränsch brillierte mit ihrem Gesang bei „Stairway To Heaven“. Der 27 Jahre alte Sänger Thozes aus den Niederlanden erhielt für „Bohemian Rhapsody“ verdiente Bravorufe für seine exzellente Performance. Bei „Queens“ „Bohemian Rhapsody“ hatten sich die Nordhorner Akteure eng an die Vorbilder gehalten. Das Stück stellt höchste Anforderungen an die Musiker und besonders an den Chor.

Die drei Aufführungen endeten mit verdienten Standing Ovations und jeweils mehreren Zugaben. Zurecht gilt die „Sinfonic Rock-Night“ als eine der beliebtesten Musikveranstaltungen in der Grafschaft, die weit über die Region hinaus Anerkennung findet. Anlässlich der zehnten Aufführung wurden alle drei Konzerte mitgeschnitten. Im Frühjahr erscheint eine „Best of“-CD. Sie hilft dann die Zeit zu überbrücken, bis die „11. Sinfonic Rock-Night“ in der „Alten Weberei“ wieder bezaubert: Termin ist der 27. und 28. November 2009.

Presse 5000 Euro für "Sinfonic Rock Night"