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2012

Presse 2012

2012 fanden fünf Konzerte an zwei Veranstaltungsorten statt. In Steinfurt unter dem Motto "Think" und in Nordhorn unter dem Motto "All Over The World"

Grafschafter Nachrichten vom 26.11.2012

Foto: GN


Die Welt mit allen Sinnen entdecken
Sinfonic Rock Night fesselt mit farbenfroher Reise um die Erde

Elf Monate lang haben sich die 150 Musikerinnen und Musiker vorbereitet, um ihr Publikum mit auf Weltreise zu nehmen. Und diese gewissenhafte Planung zahlte sich aus: In drei ausverkauften Konzerten entführte das Sinfonic Rock Ensemble am Freitag und Sonnabend insgesamt fast 2000 Zuschauer nach Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Von Dagmar Thiel - Nordhorn.

Der zweieinhalbstündige Kurztrip um den Globus hieß „All over the World“. In der 14. Sinfonic Rock Night in der Alten Weberei entdeckte das Publikum dabei Städte wie Berlin, Paris, Barcelona, Mombasa und New York mit allen Sinnen. Die Stärke des gut zweieinhalbstündigen Abends lag in der sehr gelungenen Auswahl und Abfolge der Stücke.

19 Songs aus Rock, Pop, Blues, Latin und Klassik hat das Ensemble dafür einstudiert, meisterhaft arrangiert von den Musikschullehrern Ivo Weijmans, Matthias Wilkens und Rob Zieverink. Sie schrieben die teilweise komplexen Stücke so um, dass sie für ein Ensemble aus Musikschülern spielbar sind. Diese Bearbeitung ließ Bekanntes gleichzeitig neu erklingen. Daraus entstand eine Faszination, die nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen und zu spüren war.

Das 150-köpfige Ensemble trumpfte auf in großer Bläser-, Streicher- und Percussion-Besetzung mit Chor und Band, abwechselnd dirigiert von Michael Gantke, Ivo Weijmans und Rob Zieverink. Sie hatten ihr Orchester gut im Griff, forderten klar die Einsätze – und bekamen sie von den hoch konzentrierten Musikern. Das zeigte sich beispielsweise an der anspruchsvollen Hymne „Barcelona“, die Freddy Mercury so legendär mit Montserrat Caballé gesungen hat. In verblüffender optischer Ähnlichkeit brillierte hier Sopranistin Linda Kinsbergen mit Timothy Drake. Ohnehin zahlt sich der Einsatz von professionellen Gesangssolisten in jedem Jahr aus. Auch Mark Stouwdam, Donovan van Waard und Sandra van Megen überzeugten stimmlich ebenso wie die Nordhorner Sängerinnen Isabel Boyer und Helena Klein-Neerken.

Funkelnd gelangen die lateinamerikanischen Stücke wie „La Fiesta“ von Chick Corea mit fröhlichen Bläsern, dramatischen Streichen und geklatschtem Rhythmus. Karneval und Stimmung brachte auch „Let’s get loud“ von Jennifer Lopez in die Alte Weberei, temperamentvoll gesungen von Isabell Boyer. Die Reise um die Welt verband dabei ganz unterschiedliche Songs: Viel Applaus bekam die – natürlich stilecht in Schottenröcke gekleidete – Gruppe „City of Nordhorn Pipes & Drums“ mit ihren Dudelsackklängen. Erstmals erarbeitete Simone Wrede zudem eine Chor-Regie: Da stimmte nicht nur der musikalische Einsatz, fein abgestimmt waren auch die Bewegungen. So werden die Auftritte des gesamten Sinfonic Rock Ensembles jedes Jahr ausgefeilter.

Stimmungsvolles Licht untermalte die Show, die großen Leinwände zeigten Bilder und Filme der besungenen Städte und Länder, ansonsten verzichtete diese Aufführung auf Spezialeffekte. Trotzdem hat nichts gefehlt, allein die Konzentration auf die Musik sprach alle Sinne an. Das Gesamtkonzept erwies sich als absolut stimmig. GN-Redakteur Thomas Kriegisch schuf in seinen kompakten Moderationen die passenden Überleitungen. Zwar lachte das Publikum bei der Ankündigung: „Als Höhepunkt der musikalischen Weltreise sind wir nun in Holland gelandet.“ Für die Konzerte der Sinfonic Rock Nights trifft das allerdings tatsächlich zu. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von niederländischen Musikschullehrern und Sängern mit deutschen Musikschülern entwickelt hier seit Jahren eine ganz eigene Dynamik. Sie dokumentiert nachhaltig, dass hier von europäischer Einheit nicht nur geredet wird. Ivo Weijmans, der gute Geist der Sinfonic Rock Night, komponierte dazu mit Augenzwinkern das passende Stück: „A Dutchman in Nordhorn“, illustriert von einem sehr originellen Holzschuh-Stepptanz, gefolgt von dem niederländischen Liebeslied „Wereld zonder Jou“.

Als genialer Schlusspunkt der Reise erklang Michael Jacksons „Earth Song“, ein Aufruf, unsere Welt dauerhaft zu schützen und zu erhalten, ergänzt um „We are the World“ als gemeinsames großes Finale. Der jubelnde Applaus für das engagierte Ensemble war wirklich hoch verdient!

Westfälische Nachrichten vom 29.10.2012

Foto: Sabine Hönig

Beethoven, Bach und Grönemeyer

Burgsteinfurt - Beethoven, Bach und Grönemeyer hört man nicht oft zusammen. Es sei denn, man hat Glück und karten für die „2. Sinfonic Rock Night“ in Burgsteinfurt. Die wurde am Samstag gefeiert und nahm die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Stilrichtungen und Epochen.

Von Sabine Hönig

Bach, Beethoven, Smetana im rockigen Sound vereint mit Lindenberg, Nena und Grönemeyer – so etwas kann man eben nur bei der „2. Sinfonic Rock Night“ erleben. Nahezu ausverkauft waren beide Konzerte des Sinfonic Rock Orchester Steinfurt, das sich unter dem versierten Dirigat von Michael Gantke von seiner besten Seite präsentierte.

„Think...!“ lautete das thematische Konzept, hinter dem sich eine rockige Reise quer durch die Jahrhunderte verbarg. Und diese Reise hielt für jeden unabhängig vom Alter das passende Lieblingsstück bereit, versammelte die Highlights aus Barock, Klassik, Romantik, Rock Pop und Gospel im soundstarken Gewand des großen Orchesters.

Im Stile des Electroc Light Orchester eröffnete das große Ensemble mit „Beethoven‘s 5TH“, zu der diese rockige Version sicherlich bestens passte. Im modernen Arrangement von Johannes Strzyzewski hatte das weltbekannte „Ave Maria“ von Charles Gounod nichts an seiner Inspiration verloren, erreichte die warm timbrierte Stimme von Heide Bertram die Herzen des begeisterten Publikums. Sie vermochte mit feinster Gesangskultur diesem Werk eine ganz innige Färbung zu geben, wurde dabei sehr detailgenau vom Orchester begleitet.

Der musikalische Dialog zwischen den Solisten und dem Sinfonic Rock Orchester passte einfach mit seiner gewachsenen Natürlichkeit. Das Orchester reagierte sehr direkt auf das Dirigat von Michael Gantke, der seinen sehr differenzierten und den jeweiligen Stücken adäquaten Gesamtklang formen konnte.

Dies zeigte sich auch bei „Ameno“ von Era, bei dem Projektchor seine stimmlichen Qualitäten vol entfalten konnte. Mit großer Gefühlstiefe erklang die in Musik gesetzte Glaubensaussage des traditionellen Spirituals „Oh happy day“, das Carmen Collu mit großer Ausdruckskraft sang.

Als dritte Solistin konnte Tabea Bosco erst einmal die Stimmung im Auditorium kraftvoll mit den „99 Luftballons“ von Nena anheizen. Dieser kultige Song erklang mit Energie und Leidenschaft, wäre auch bei „The voice of Germany“ sicherlich in vorderster Reihe gelandet. Bei ihrer mehr introvertierteren Interpretation von Aretha Franklin‘s „Think“ konnte sie die ganze Strahlkraft ihrer Stimme einbringen.

Der niederländische Sänger Donovan van Waard komplettierte das Gesangsensemble. Wenn er mit Udo Lindenbergs „Cello“ in die introvertiertere Seite des Hamburger Sängers einführte, dann machte er dies mit einer ganz ausdrucksstarken Art. Der Reiz dieses Songs übertrug sich auf das begeisterte Publikum. Auch bei Herbert Grönemeyers „Ein Stück vom Himmel“ wäre der Mann aus Bochum bestimmt mit seinem niederländischen Interpreten mehr als zufrieden gewesen. Zu Donovan van Waard passten einfach Songs wie „November Rain“ von Guns N‘Roses, seine starke Stimme konnte sich hier bestens entfalten.

Aber auch bei den rein orchestralen Werken wurde das Publikum auf ganz hohem Niveau unterhalten. Smetanas „Die Moldau“ aus dem Zyklus „Mein Vaterland“ war im rockigen Arrangement ein prickelndes Erlebnis. Thomas Stapf und Michael Gantke hatten dieses klangmalerische Werk bestens für das Sinfonic Rock Orchester arrangiert, bei solcher Lebendigkeit und Spielfreude vermisste man nicht den „normalen“ Orchesterklang.

Mit einem einfach bewegenden „Music“ von John Miles beendete die Sängerin Heide Bertram diese traumhaft schöne Rocknight. Mit Esprit und Leidenschaft erklang diese Huldigung an die Musik.

Münstersche Zeitung vom 29.10.2012

Foto: Ulrich Coppel)

Bei der Zugabe setzten alle vier Gesangssolisten noch einmal zu John Miles Klassiker "Music" an (v..l.n.r.): Heide Bertram, Donovan van Waaard, Tabea Bosco und Carmen Collu

Traumhafte Musiknacht

STEINFURT Ein ausverkauftes Haus, mehr als 90 Musiker, aufwändige Ton- und Lichttechnik, und ein komplettes Video/TV Set. Dies sind nur die ersten Eindrücke, die das Publikum bei der Lektüre des Programmheftes vor Konzertbeginn am Samstag in der Aula des Gymnasiums Arnoldinum bekam.

Von Ulrich Coppel

Mit Bearbeitungen von Hits aus klassischer Musik und Popularmusik gelang dem "Sinfonic Rock Orchester", gemeinsam mit dem "Sinfonic Rock Projektchor", und den Gesangssolisten Heide Bertram, Tabea Bosco, Carmen Collu und Donovan van Waard die zweite Auflage des Riesenspektakels auf ganzer Linie.

Klassik zu Beginn

Die gespannte Erwartung unter den Musikern unter der Leitung des überragenden Michael Gantke, entlud sich mit jedem gespielten Ton aufs Neue. Zu Beginn erklangen die Stürme des ersten Satzes der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, in einer Bearbeitung von Erik Ekkelboom, der dem Orchester die Band mit Sjoerd Roelofs (Keyboard), Iwan van de Weer (E-Gitarre), Michael Frontzek (E-Bass) und Christian Willeczelek (Drumset) an die Seite stellte.

Dem folgte das berühmte "Ave Maria" aus der Feder des Barockmeisters Johann Sebastian Bach/ des Bearbeiters Charles Gounod und Johannnes Strzyzewski in einer instrumentalen Intensität und Fülle, die sicherlich auch für die Sopranistin Heide Bertram einen gewissen Seltenheitswert beinhaltete. Souverän und makellos meisterte die Sängerin die bekannten Melodien.

Tolle Solisten

Als geschickter Conférencier erwies sich Sebastian Wenning. Von ihm war mal Hintergründiges zu den einzelnen Programmpunkten zu erfahren. Mal interviewte er kurzer Hand einzelne Musiker zwischen den Stücken und sorgte so für entspannende Atempausen. So begrüßte er zum Beispiel Sängerin Carmen Collu, die sodann den Gospelsong "O Happy Day" mit ihrer vollen, warmen Stimme intonierte.

Nachwuchssängerin Tabea Bosco glänze hingegen mit Nenas "99 Luftballons". Mit dem Soulhit "Think" von Aretha Franklin gelang es ihr darüber hinaus, und ohne jeden Zweifel, die Ausnahmestellung ihrer Stimme herauszustellen.

Der Niederländer Donovan van Waard übernahm den männlichen Gesangspart des Konzertes. Mit seiner glasklaren Stimme überzeugte er selbst bei Hardrocknummern wie "November Rain" von Guns N´Roses. Gitarrist Iwan van de Weer lieferte hierzu die Gitarrenriffs.

Stehende Ovationen

John Miles Klassiker "Music" stand am Ende des gut zweistündigen Programms. Die geballte Kraft aus Orchester, Chor und Band stand dabei Sängerin Heide Bertram zur Seite wie ein Fels in einer Brandung. Insgesamt war die Veranstaltung beispielhaft dafür, wie ein großes Ensemble unter erfahrener und geschickter Leitung, mit Fleiß, Feuer und Eifer über sich hinauswachsen kann.

Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen. Schon während des Konzertes nährte Bürgermeister Andreas Hoge im Interview mit Sebastian Wenning Hoffnungen, dass eine dritte Auflage in größerem Rahmen, zum Beispiel als Open-Air-Veranstaltung, stattfinden könnte. Das wäre toll!